Editorial Das neue Magazin!

Das neue Magazin!

Giuseppe Di Grazia (Crime-Redaktionsleiter)

Es sind Besondere ...

… Zeiten, in denen unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialem Miteinander in einem Ausmaß auf die Probe gestellt wird, wie es die meisten von
uns noch nie erlebt haben. Es sind Zeiten, in denen sich auch die Arbeit aller Journalisten verändert. Unter erschwerten Bedingungen versuchen viele unserer Kollegen der Onlinemedien,
der Tageszeitungen und Wochenzeitschriften den aktuellen, fundierten und seriösen Journalismus möglich zu machen, der gerade in diesen Tagen unverzichtbar ist.
Auch Redaktion und Verlag von stern Crime arbeiten nun fast ausschließlich im Homeoffice. Unsere Reporter gehen nur noch bei ganz wenigen, wichtigen Anlässen nach draußen,
was eine enorme Einschränkung ihrer Arbeit ist, denn die stärksten Geschichten entstehen fast immer dann, wenn man am Ort des Geschehens recherchiert,
Beteiligte trifft, Erklärungen und Hintergründe in intensiven, persönlichen Gesprächen erfährt.
Die Corona-Krise bedeutet, dass wir uns einschränken, aber zugleich neue Wege denken müssen – auch wenn das persönliche Gespräch nicht so leicht zu ersetzen ist
wie das Ritual des Händeschüttelns. Ermittler und Spezialisten erleben wir nun häufiger auf dem Bildschirm via Skype oder per Handy, zum Beispiel um weiterhin unsere
beiden Podcasts „Spurensuche“ und „Wahre Verbrechen“ aufzunehmen; Fälle fürs Heft werden überwiegend am Telefon recherchiert. Unsere Crime-Touren,
die wir gemeinsam mit unserem Partner Eat-the-World in Köln und Hamburg veranstalten, müssen wir dagegen bis auf Weiteres aussetzen. Es bleibt unser Auftrag,
Ihnen trotz aller Widrigkeiten interessante Hefte und Podcasts zu bieten. Und wenn Sie Crime-Leserinnen oder -Leser kennen, die sich nicht mehr zum Kiosk wagen,
weisen Sie sie gern auf unser digitales Angebot stern Crime PLUS hin.
Das Team von stern Crime wünscht Ihnen alles Gute für die kommende Zeit, passen Sie auf sich auf, und bleiben Sie gesund.